Usedom
Die Insel Usedom liegt im Nordosten Deutschlands an der Grenze zu Polen und bildet mit der polnischen Schwesterinsel Wollin eine Barriere vor den Mündungen der Oder und der Peene in die Ostsee. Sie ist mit 445 qkm Gesamtgröße nach Rügen die zweitgrößte Insel Deutschlands. Der östliche Zipfel Swinoujscie (Swinemünde) gehört seit dem Potsdamer Abkommen (1945) zu Polen.
Die Insel Usedom ist mit durchschnittlich 1906 Stunden im Jahr die nachweislich sonnenreichste Region Deutschlands. Sie verfügt an der Ostseeküste über einen 40 km langen, bis zu 60 m breiten feinsandigen Badestrand. Zahlreiche Wälder, Moore, Seen und Wiesen sind Grund dafür, dass der gesamte deutsche Teil der Insel 1999 zum Naturpark erklärt wurde, in dem es elf Naturschutzgebiete und elf Landschaftsschutzgebiete gibt.
Im Norden des Eilandes befinden sich die Ostseebäder Zinnowitz, auf dessen Naturbühne alljährlich die spektakulären Vineta-Festspiele stattfinden, Trassenheide und Karlshagen. Der nördlichste Ort mit einer traurigen Geschichte ist Peenemünde. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich hier eine Heeresversuchsanstalt für die Entwicklung von Flugbomben und Raketen. Das Gelände ist heute Museum und beliebtes Ausflugsziel.
Die Region Usedom Mitte ist die schmalste Stelle der Insel. Durch die ausladenden Ausbuchtungen des Achterwassers zerfällt sie hier fast in zwei Teile. Zwischen den Ostseebädern Zempin und Koserow ist die Ostsee vom Achterwasser nur durch einen 350 m breiten Landstich getrennt. Teil der sehenswerten Steilküste bei Koserow ist der Streckelsberg, mit 60 m die höchste Erhebung der Insel. Weitere Touristenzentren dieser Region sind Ostseebäder Ückeritz und Loddin.
Im Südosten erstrecken sich die als Kaiserbäder bezeichneten Badeorte Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht schmücken liebevoll restaurierte Villen in typischer Bäderarchitektur die gemeinsame Promenade. Markenzeichen von Heringsdorf und Ahlbeck sind die einzigartigen Seebrücken. Bei Ahlbeck gibt es einen Fußgänger-Grenzübergang in das benachbarte polnische Swinemünde.
Das hüglige und stark bewaldete Binnenland im Südteil der Insel wird auch Usedomer Schweiz genannt. An ihren Binnenseen (Schmollensee, Gotensee, Kachliner See, Wolgastsee), am Achterwasser, an der Haffküste und am Peenestrom geht es besinnlicher zu, als in den Seebädern. Naturfreunde, Pferdeliebhaber, Golfer und Angler kommen hier voll auf ihre Kosten.
Auf die Insel gelangt man mit dem PKW über die Wolgaster Brücke im Norden sowie die Zecheriner Brücke bei Anklam im Süden.
Brückenöffnungszeiten:
Zecheriner Brücke (B 110)
05.35 - 05.50 Uhr
09:00 - 09:15 Uhr
11:00 - 11:15 Uhr (im Sommer)
12:00 - 12:15 Uhr (im Winter)
16.00 - 16:15 Uhr
20:00 - 20:15 Uhr (im Sommer)
23.30 - 24:00 Uhr (nach Vereinbarung)
Wolgaster Brücke (B 111)
05:40 - 06:10 Uhr
07:40 - 08:10 Uhr (im Sommer)
08:40 - 09:10 Uhr (im Winter)
12:40 - 13:10 Uhr
16:40 - 17:10 Uhr
20:40 - 21:10 Uhr
23:30 - 24:00 Uhr (nach Vereinbarung)
Mit der Bahn fährt man aus allen Richtungen kommend bis zum Umsteigebahnhof Züssow. Ab Züssow befördert Sie die Usedomer Bäderbahn (UBB) entlang der Küste Richtung Ahlbeck Grenze. Alternativ kann auch der regionale Flughafen Heringsdorf in Zirchow genutzt werden.
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